Bürgermeisterbericht April 2012

Trotz der relativ kurzen Zeit seit der letzten Ausgabe der Ligister Nachrichten gibt es doch wieder einiges über unser Gemeindegeschehen zu berichten.

So konnten wir in den letzten Tagen mit der Errichtung des Fußgängerüberganges entlang der Roobbrücke eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit für unsere Fußgänger, allen voran unserer Kinder, in diesem Bereich erreichen. Durch einen glücklichen Zufall ist uns gelungen, diese Brücke kostengünstig zu erwerben und mit den Mitarbeitern unseres Bauhofs zu errichten. Wesentlich für das Gelingen war aber auch das entgegenkommende Verhalten der Familie Köppl, die uns den notwendigen Grund zur Verfügung gestellt hat, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke.
Diese doch recht einfach gestaltete Brücke könnte sicher optische Verbesserungen vertragen. Sollten Sie Gestaltungsvorschläge haben so lassen Sie es mich wissen.

Durchaus zufriedenstellend ist das Ergebnis des Rechnungsabschlusses 2011. Mein Ziel, eine positive Jahresbilanz zu schaffen, konnte erreicht werden. Gesamteinnahmen in der Höhe von €6.033.544,61 stehen Ausgaben von €5.686.949,58 gegenüber. Das bedeutet einen Überschuss in der Höhe €346.695,03.
Damit das gelingen konnte, war neben erhöhten Ertragsanteilen und Steuereinnahmen auch eine besonders wirtschaftliche Haushaltsführung notwendig.
In diesem Zusammenhang bedanke mich bei meinem Gemeinderat und den Mitarbeitern unserer Gemeinde für die konstruktive Mitarbeit; viele gemeinsame Schritte haben zu diesem Erfolg geführt. Aber auch bei der Bevölkerung möchte ich mich bedanken - einerseits für die pünktlichen Zahlungen, anderseits für das Verständnis für so manche notwendigen Entscheidungen und Maßnahmen. Gemeinsam haben wir so den Finanzhaushalt in Ordnung gebracht und eine solide Basis für künftiges Wirtschaften geschaffen. Genauere Zahlen dazu finden Sie in unserer nächsten Ausgabe.

Ihr Bürgermeister
Johann Nestler

Bürgermeisterbericht Februar 2012

Für den Bürgermeister ist die Aufgabe als erste Bauinstanz ein besonders sensibler Verantwortungsbereich, da man im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen natürlich allen Bürgern helfen möchte. Jedoch kommt es in Einzelfällen immer wieder vor, dass Bauwerber über Entscheidungen, die seitens der Gemeinde in einem Bauverfahren getroffen werden müssen, enttäuscht sind und mit Unverständnis reagieren. Dazu möchte ich aber ganz klar feststellen, dass diese Maßnahmen nicht von mir als Privatperson und schon gar nicht nach eigenem Ermessen gefällt werden; als Grundlage für meine Entscheidungen dient immer das bestehende Steiermärkische Baugesetz. Um die Bürgerinformation dahingehend zu verbessern, werden wir ab dieser Ausgabe der Ligister Nachrichten in einem größeren Umfang auf das Thema „Bauen" eingehen, um damit künftigen Bauwerbern eine bessere Hilfestellung leisten können.

In der letzten Gemeinderatssitzung 2011 wurde der Haushaltsvoranschlag für das Jahr 2012 einstimmig beschlossen. Auf den nächsten Seiten finden Sie einen Auszug daraus, der Sie etwas detaillierter über die Finanzgebarung unserer Gemeinde informieren soll.
Wie aus diesem Zahlenwerk ersichtlich ist, wirkt sich unser verantwortungsvolles Wirtschaften bereits 2012 mit dem Erreichen eines ausgeglichenen Gemeindehaushalts aus. Weiters können wir einen Überschuss aus dem ordentlichen Haushalt für außerordentliche Vorhaben einplanen. Außerdem werden erstmals wieder ausgeglichene Budgets in den Bereichen Kanal und Müllentsorgung erreicht.
Im Wissen, dass das Jahr 2012 kein leichtes sein wird, haben wir effizient und verantwortungsvoll budgetiert, ohne dabei jedoch unsere Aufgaben und Vorhaben zu vernachlässigen. So wird zum Beispiel in eine Photovoltaikanlage beim Schwimmbad investiert, um als Gemeinde Umwelt- und Energiebewusstsein vorzuleben.
Aber natürlich werden auch immer wieder ungeplante Investitionen notwendig sein. So hat uns in den letzten Tagen ein Schreiben der Abteilung Hochwasserschutz des Landes Steiermark mit dem Auftrag zur Sanierung des Rückhaltebeckens am Hunnesbach erreicht. Kostenpunkt ca. € 1.000.000.--, wovon unsere Gemeinde 25 % aufbringen muss.
Um Ligist weitergestalten zu können, werde ich bei unserem zuständigen Gemeindereferenten, Herrn LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, finanzielle Unterstützung für unsere Gemeinde einfordern. Denn bei allem Verständnis für die finanzielle Lage des Landes kann es nicht sein, dass Ligist noch ein weiteres Jahr ohne Bedarfszuweisungen auskommen muss. Umso weniger habe ich Verständnis dafür, wenn ich aus Medienberichten erfahre, wie viel an finanziellen Mitteln anderen Gemeinden zu Verfügung gestellt wird.

Ich bin aber zuversichtlich dass wir weiterhin erfolgreiche Arbeit leisten werden, wenn - sowie im vergangenen Jahr - das Gemeinsame und das Wohlergehen unserer Marktgemeinde im Vordergrund stehen.

Ihr Bürgermeister
Johann Nestler

Bürgermeisterbericht Dezember 2011

Da das Jahr 2011 in einigen Tagen bereits wieder vorbei ist, möchte ich an dieser Stelle Erfahrungen ansprechen, die mich berührten bzw. nachdenklich stimmten.

Immer wieder werde ich in meinen Sprechstunden mit Beschwerden über zu schnelles Fahren im Ortsgebiet konfrontiert. Hier kann aber letztendlich nur ein verantwortungsbewusstes Verhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer etwas bewirken bzw. ändern.
Ein weiteres Thema sind vermehrte Streitigkeiten und Unstimmigkeiten zwischen Nachbarn, wobei mir besonders der Egoismus einzelner Bürger oft unverständlich ist. Ein funktionierendes Zusammenleben ist, wie im Straßenverkehr, nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz möglich.
Nehmen wir uns das für das Jahr 2012 vor.

Aber natürlich gab es für mich im abgelaufenen Jahr auch sehr viele erfreuliche Begegnungen als Bürgermeister. So möchte ich auf diesem Wege besonders allen Verantwortlichen und Funktionären unserer zahlreichen Vereine herzlich für ihren Einsatz und ihr ehrenamtliches Engagement danken. Sie leisten damit einen großartigen und wichtigen Beitrag für ein funktionierendes Zusammenleben in unserer Heimatgemeinde.

Das Jahr 2011 war für unser Gemeindebudget ein Jahr der soliden Haushaltsführung. Auf Grund der Sparmaßnahmen des Landes mussten wir unsere Investitionen erstmals ohne Bedarfszuweisungen und Kredite bestreiten. Dies erforderte einen besonders verantwortungsvollen Einsatz unserer Geldmittel. Trotzdem konnten wir mit dem Umbau unseres Gemeindeamtes, der Errichtung der Postpartnerstelle, sowie den zahlreichen Straßensanierungsprojekten viele, wichtige Vorhaben für unsere Gemeinde erledigen.
Im Müll- und Kanalbereich konnten durch umfangreiche Maßnahmen bereits spürbare, positive Auswirkungen auf unser Gemeindebudget erreicht werden.

Besonders freut mich, dass wir noch im Herbst mit unseren Bauhofarbeitern die Notwasserleitung zum Hochbehälter errichten konnten. Damit wurde ein weiterer, wichtiger Schritt für eine sichere Wasserversorgung unserer Gemeinde geleistet.

Für das kommende Jahr warten aber bereits wieder neue Herausforderungen und Vorhaben, die trotz der begrenzten Finanzmittel umgesetzt werden müssen.
Ungünstige Zinsentwicklungen und rückläufige Einnahmen bei steigenden Ausgaben führen dazu, dass Investitionen für die Gemeinde zunehmend schwieriger werden.
Eine sorgfältige Planung wird daher für künftige Investitionsvorhaben immer bedeutender.

Ihr Bürgermeister
Johann Nestler

Bürgermeisterbericht November 2011

Mit einiger Spannung wurde der Start der lange diskutierten Gemeindezusammenlegung erwartet. Am 22. September gab es in Hitzendorf nun die erste Informationsveranstaltung zur geplanten Gemeindestrukturreform. Die beiden Hauptreferenten des Abends, Landeshauptmann Franz Voves und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, waren sichtlich bemüht, die zum Teil doch sehr starken Emotionen aus der über den Sommer entstandenen Debatte zu nehmen und eine sachliche Ebene zu finden. Mit dem Versprechen "Es gibt kein D'rüberfahren" wurde versucht, einen Nachdenkprozess bei den Bürgermeistern einzuleiten.

Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Reform in verschiedenen Gemeindebereichen unvermeidlich ist, um die großen Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können. Dies darf aber keinesfalls auf Kosten der eigenen Identität geschehen. Vieles könnte schon durch verstärkte Kooperationen mit den Nachbargemeinden verbessert werden.

Während nun in der ersten Phase bis 31. Jänner 2012 Gemeinden gesucht werden, die sich freiwillig zu einer Zusammenlegung bereit erklären, erarbeiten gleichzeitig Experten des Landes weitere regionale Vorschläge. Diese sollten dann bis 30. September 2012 mit den betroffenen Gemeinden diskutiert werden.

Liebe GemeindebewohnerInnen, wie sehen Sie dieses Thema? Könnten Sie sich eine Gemeindezusammenlegung, die auch Ligist betrifft, vorstellen? Sehen Sie dabei Vor- oder Nachteile für unsere Gemeinde?
Schreiben oder sagen Sie mir bitte, was Sie davon halten - Ihre Meinung ist mir wichtig.

Ein sehr erfreuliches Ergebnis hat eine Vergleichsanalyse des Abfallwirtschaftsverbandes bezüglich der Entsorgungskosten unseres Restmülls aufgezeigt. Hier können wir aufgrund der 6-wöchigen Abfuhrintervalle und der vorbildlichen Mülltrennung die weitaus günstigsten Restmüllkosten vorweisen. Dies war nur durch Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis möglich und dafür danke ich Ihnen. Trotzdem gibt es für unseren Müllausschuss weiterhin viel wichtige Arbeit bzw. gilt es, für die Zukunft die richtigen Maßnahmen zu setzen. So müssen zum Beispiel die Transportkosten bei der Papierabfuhr und die überaus hohen Sperrmüllkosten gesenkt werden, um längerfristig ein ausgeglichenes Müllbudget gewährleisten zu können.

Ihr Bürgermeister
Johann Nestler