Archiv 2011


Bürgermeisterbericht Dezember 2011

Da das Jahr 2011 in einigen Tagen bereits wieder vorbei ist, möchte ich an dieser Stelle Erfahrungen ansprechen, die mich berührten bzw. nachdenklich stimmten.

Immer wieder werde ich in meinen Sprechstunden mit Beschwerden über zu schnelles Fahren im Ortsgebiet konfrontiert. Hier kann aber letztendlich nur ein verantwortungsbewusstes Verhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer etwas bewirken bzw. ändern.
Ein weiteres Thema sind vermehrte Streitigkeiten und Unstimmigkeiten zwischen Nachbarn, wobei mir besonders der Egoismus einzelner Bürger oft unverständlich ist. Ein funktionierendes Zusammenleben ist, wie im Straßenverkehr, nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz möglich.
Nehmen wir uns das für das Jahr 2012 vor.

Aber natürlich gab es für mich im abgelaufenen Jahr auch sehr viele erfreuliche Begegnungen als Bürgermeister. So möchte ich auf diesem Wege besonders allen Verantwortlichen und Funktionären unserer zahlreichen Vereine herzlich für ihren Einsatz und ihr ehrenamtliches Engagement danken. Sie leisten damit einen großartigen und wichtigen Beitrag für ein funktionierendes Zusammenleben in unserer Heimatgemeinde.

Das Jahr 2011 war für unser Gemeindebudget ein Jahr der soliden Haushaltsführung. Auf Grund der Sparmaßnahmen des Landes mussten wir unsere Investitionen erstmals ohne Bedarfszuweisungen und Kredite bestreiten. Dies erforderte einen besonders verantwortungsvollen Einsatz unserer Geldmittel. Trotzdem konnten wir mit dem Umbau unseres Gemeindeamtes, der Errichtung der Postpartnerstelle, sowie den zahlreichen Straßensanierungsprojekten viele, wichtige Vorhaben für unsere Gemeinde erledigen.
Im Müll- und Kanalbereich konnten durch umfangreiche Maßnahmen bereits spürbare, positive Auswirkungen auf unser Gemeindebudget erreicht werden.

Besonders freut mich, dass wir noch im Herbst mit unseren Bauhofarbeitern die Notwasserleitung zum Hochbehälter errichten konnten. Damit wurde ein weiterer, wichtiger Schritt für eine sichere Wasserversorgung unserer Gemeinde geleistet.

Für das kommende Jahr warten aber bereits wieder neue Herausforderungen und Vorhaben, die trotz der begrenzten Finanzmittel umgesetzt werden müssen.
Ungünstige Zinsentwicklungen und rückläufige Einnahmen bei steigenden Ausgaben führen dazu, dass Investitionen für die Gemeinde zunehmend schwieriger werden.
Eine sorgfältige Planung wird daher für künftige Investitionsvorhaben immer bedeutender.

Ihr Bürgermeister
Johann Nestler

Bürgermeisterbericht November 2011

Mit einiger Spannung wurde der Start der lange diskutierten Gemeindezusammenlegung erwartet. Am 22. September gab es in Hitzendorf nun die erste Informationsveranstaltung zur geplanten Gemeindestrukturreform. Die beiden Hauptreferenten des Abends, Landeshauptmann Franz Voves und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, waren sichtlich bemüht, die zum Teil doch sehr starken Emotionen aus der über den Sommer entstandenen Debatte zu nehmen und eine sachliche Ebene zu finden. Mit dem Versprechen "Es gibt kein D'rüberfahren" wurde versucht, einen Nachdenkprozess bei den Bürgermeistern einzuleiten.

Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Reform in verschiedenen Gemeindebereichen unvermeidlich ist, um die großen Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können. Dies darf aber keinesfalls auf Kosten der eigenen Identität geschehen. Vieles könnte schon durch verstärkte Kooperationen mit den Nachbargemeinden verbessert werden.

Während nun in der ersten Phase bis 31. Jänner 2012 Gemeinden gesucht werden, die sich freiwillig zu einer Zusammenlegung bereit erklären, erarbeiten gleichzeitig Experten des Landes weitere regionale Vorschläge. Diese sollten dann bis 30. September 2012 mit den betroffenen Gemeinden diskutiert werden.

Liebe GemeindebewohnerInnen, wie sehen Sie dieses Thema? Könnten Sie sich eine Gemeindezusammenlegung, die auch Ligist betrifft, vorstellen? Sehen Sie dabei Vor- oder Nachteile für unsere Gemeinde?
Schreiben oder sagen Sie mir bitte, was Sie davon halten - Ihre Meinung ist mir wichtig.

Ein sehr erfreuliches Ergebnis hat eine Vergleichsanalyse des Abfallwirtschaftsverbandes bezüglich der Entsorgungskosten unseres Restmülls aufgezeigt. Hier können wir aufgrund der 6-wöchigen Abfuhrintervalle und der vorbildlichen Mülltrennung die weitaus günstigsten Restmüllkosten vorweisen. Dies war nur durch Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis möglich und dafür danke ich Ihnen. Trotzdem gibt es für unseren Müllausschuss weiterhin viel wichtige Arbeit bzw. gilt es, für die Zukunft die richtigen Maßnahmen zu setzen. So müssen zum Beispiel die Transportkosten bei der Papierabfuhr und die überaus hohen Sperrmüllkosten gesenkt werden, um längerfristig ein ausgeglichenes Müllbudget gewährleisten zu können.

Ihr Bürgermeister
Johann Nestler

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