Vom Müll zum Wertstoff

Ein Bericht über die Altstoffe-Sammlung 2011 von DI Heinz Wipfler, Obmann des Umweltausschusses

Wenn wir uns die Einnahmen bzw. Erlöse unserer Altstoffsammlung ansehen, können wir berechtigt nicht mehr nur von reinem Abfall oder Müll sprechen. Es gibt vielmehr einen bedeutenden Anteil an Altstoffen, die unser Entsorgungsbudget positiv beeinflussen.

Im Wesentlichen gliedern sich die Entsorgungskosten in Deponiegebühren und Transportkosten.

  • 2011 entstanden Kosten für Deponiegebühre sowie Wiederaufbereitung in Höhe von € 98.843,- bzw. Transportkosten in Höhe von € 65.943,-; die Erlöse aus Altstoffen betrugen € 37.481,-.
  • 2011 wurden 202,8 Tonnen Altpapier gesammelt, was einen Erlös von € 22.221,- erbrachte. Im Vergleich dazu belief sich der Erlös im Jahr 2010 auf € 7.812,-. Dieser große Mehrertrag ist durch die gute Vergütung von Altpapier im Jahr 2011 entstanden.
  • Der Bioabfall schlägt sich mit € 15.302,- an Transportkosten und € 10.202,- für Deponiegebühren zu Buche. Dieser wird zu 100 % aufbereitet und einer Wiederverwertung zugeführt.

2010 wurde durch Restmüllanalysen festgestellt, dass die Restmüllkübel bei einem Abfuhrintervall von 4 Wochen im Durchschnittnur zur Hälfte gefüllt waren. Der Gemeinderat hat daraufhin beschlossen, ab 2011 den Abfuhrintervall auf 6 Wochen zu ändern.
2011 wurden, wie mit der Firma Komex vertraglich vereinbart, 3 Restmüllanalysen durchgeführt. Erfreulicherweise zeigten diese Analysen, dass in Ligist eine relativ genaue Mülltrennung stattfindet. Im Schnitt beläuft sich der Restmüllanteil im Restmüllkübel auf mehr als 85 %. Leider wurde jedoch recht häufig festgestellt, dass die Restmüllkübel noch immer mit Plastikmüll (= leichte Fraktionen, die in den Gelben Sack gehören) aufgefüllt werden. Trotz des nun geltenden Abfuhrintervalls von 6 Wochen sind die Restmüllkübel im Schnitt nur zu ca 50 % gefüllt.

Weiters hat die Firma Komex festgestellt, dass in Ligist offiziell 976 Restmüllkübel in Gebrauch sind; bei der Abfuhr wurden jedoch 1.112 Restmüll Kübel gezählt. Daher wurde jeder offizielle Restmüllkübel mit einem Aufkleber mit der dazugehörigen Hausnummer versehen. Die in Folge genaue Verrechnung der Restmüllkübel hat zu einer Erhöhung der Einnahmen von € 101.971,- im Jahr 2010 auf € 110.195,- im Jahr 2011 geführt.

Die 2011 eingeführte Altkleidersammlung (Weißer Sack) hat dazu beigetragen, dass es zu einer signifikanten Reduktion von Altkleidern im Restmüllkübel gekommen ist.

Die finanzielle Situation ergibt bis Ende 2010 ein über die vergangenen Jahre angehäuftes Minus von € 90.870,-. Daher wurde die Gemeinde vom Land Steiermark aufgefordert, einen Plan vorzulegen, wie dieser Abgang abgebaut werden kann. Durch die gesetzten Maßnahmen wie Altpapier-Presscontainer beim Bauhof, Restmüllabfuhrintervall von 6 Wochen, Altkleidersammlung und Begrenzung des Siedlungs-Sperrmülls auf 400 kg pro Jahr und Haushalt, der kostenlos bei der Fa. Komex direkt abgeliefert werden kann, sowie durch die günstige wirtschaftliche Situation, dass die Altmaterial-Preise zur Zeit recht hoch sind, konnten die Abgänge der vergangenen Jahre 2011 in einen Überschuss gedreht werden. Nach vorsichtiger Schätzung und bei weiterhin positiver Entwicklung, könnte der in den vergangenen Jahren entstandene Abgang in Höhe von € 90.870,- bis 2016 ausgeglichen werden.

In diesem Zusammenhang möchte sich der Umweltausschuss im Sinne unserer Umwelt aber auch der Kosten bzw. Erlöse für die Gemeinde für die gewissenhafte und sorgfältige Altstofftrennung sehr herzlich bedanken.

Tabelle Müll

Ziel des Umweltausschussses ist es, bei gleichbleibenden Müllgebühren bis 2016 einen ausgeglichenen Finanzhaushalt zu erreichen!

Tabelle Müll

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