Einreichunterlagen

Um eine Baubewilligung zu bekommen, müssen bestimmte Unterlagen eingereicht werden. Welche Inhalte diese Unterlagen haben müssen, soll diesmal gezeigt werden (entspricht § 23 BauG).

Die Einreichunterlagen für ein Wohnhaus gliedern sich im Wesentlichen in das Bauansuchen, einen Einreichplan, die Baubeschreibung und den Energieausweis.

Vordrucke für das formale Bauansuchen liegen im Bauamt auf.

Einreichplan

Der Einreichplan muss enthalten:

  • die Grundrisse sämtlicher Geschoße mit Angabe der Raumnutzung,
  • relevante Schnitte
  • Berechnung der Bruttogeschoßfläche
  • alle Ansichten mit Angaben zur Farbgebung
  • die Darstellung der Geländeveränderung
  • einen Lageplan mit
    • den Grenzen des Bauplatzes,
    • den bestehenden und geplanten Bauten auf dem Bauplatz,
    • zahlenmäßigen Angaben der Abstände der Gebäude von den Nachbargrundgrenzen und der Gebäude untereinander
    • bestehenden bauliche Anlagen auf den angrenzenden und bis zu 30 m entfernt liegenden Grundstücken mit Angabe der Geschoßzahl
    • den Grundstücksnummern
    • den Grundgrenzen
    • den Verkehrsflächen
    • der Nordrichtung
    • am Bauplatz befindliche Leitungen sowie für die Aufschließung maßgebliche Leitungen mit Bezeichnung des Leitungsträgers
    • dem bekannten höchsten Grundwasserstand
    • einem Höhenfestpunkt auf den sich der Plan bezieht
  • Darstellung der Abwasserentsorgungs- und Energieversorgungsanlagen

Es ist durchaus zweckmäßig - wenn möglich - dies alles auf einen Plan unterzubringen, zwingend ist das nicht. Die Pläne sind in technisch einwandfreier Form herzustellen.
Der Lageplan muss im Maßstab 1:1000, alle anderen Darstellungen müssen im Maßstab 1:100 gezeichnet sein.
Bei Zu- und/oder Umbauten müssen die abzutragenden Bauteile gelb, die neu zu errichtenden Bauteile rot und der gleichbleibende Bestand grau gezeichnet werden.

Der nächste Teil der Einreichunterlagen ist die Baubeschreibung.
Diese muss den Bauplatz und die geplante(n) bauliche(n) Anlage(n) mit Angabe aller für die Bewilligung maßgebenden, aus den Plänen nicht ersichtlichen Umstände beschreiben. Insbesondere sind hier Angaben über den Verwendungszweck der baulichen Anlage zu machen. Einen Vordruck für die Baubeschreibung liegt im Bauamt auf.

Der vierte Teil der Einreichunterlagen ist die Wärmebedarfsberechnung, besser bekannt als Energieausweis.
Ersteller dieser Energieausweise sind Baumeister, Bauphysiker, Vereine, Zimmerermeister, Rauchfangkehrer, etc.
Allerdings hat nicht jeder z.B. Baumeister die Berechtigung, einen Energieausweis zu erstellen. Hilfe bietet das Internet unter www.energieausweise.net oder das Bauamt in der Gemeinde.

Bei baulichen Anlagen die keinen Energieausweis benötigen, ist der Nachweis zu erbringen, dass die Anforderungen an Energieeinsparung und Wärmeschutz erfüllt werden. Auch dieser Nachweis wird über die oben genannte Personengruppe erstellt.

Die Unterlagen müssen unterschrieben werden. Die Pläne und die Baubeschreibung sind vom Bauwerber, vom (oder von den) Grundeigentümer(n) und vom (von den) Verfasser(n) der Unterlagen zu unterschreiben; weitere Nachweise (z.B. Energieausweis oder weiterführende Gutachten) vom Bauwerber und vom Verfasser. Als Verfasser der Unterlagen kommen nur dazu gesetzlich Berechtigte in Betracht.

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